Rüsten Sie noch, oder produzieren Sie schon?

Unsere Arbeit in der Produktion hat zum Ziel, Prozessabläufe zu optimieren und dadurch Wertschöpfung zu erhöhen. Zentrale Element bei dieser Arbeit ist dieSMED Methode. SMED steht für „Single Minute Exchange of Die“ frei übersetzt: Rüsten im einstelligen Minutenbereich. Hierdurch werden die Stillstandszeiten von Maschinen und Anlagen reduziert, die Maschinen- und Anlageneffizienz wird erhöht, Lagerbestände können gesenkt und auf diese Weise Liquidität freigesetzt werden.  

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Die SMED Methode ist ein Tool aus dem LEAN Methodenbaukasten. Diese Methode gehört, neben Ordnung & Sauberkeit, kurz 5S-Methode, zu den LEAN Basics. Mittels der SMED Methode, werden Rüstabläufe analysiert und in zwei Hauptkategorien eingeteilt. Hierbei unterscheidet man in internes und externes Rüsten.

Idealerweise wird zur Rüstablaufanalyse, ein so genanntes Spaghettidiagramm, das ist ein Laufwegediagramm, erstellt. Dieses komplettiert die Analysephase und man erhält einen aussagekräftigen IST-Zustand des aktuellen Prozesses.

Internes und externes Rüsten 

Externes Rüsten bedeutet, dass alle notwendige Arbeitsschritte zur Vorbereitung eines Auftrages z.b. Rohmaterial, Vorrichtung, Werkzeuge, Dokumente im Vorfeld bereitgestellt werden kann. Aber auch das Verräumen der abgerüsteten Betriebsmittel und Unterlagen im Nachgang gehört zum externen Rüsten.

Zum internen Rüsten gehören alle Arbeitsprozesse, die im inneren oder im direkten Arbeitsraum der Maschine und Anlagen durchgeführt werden müssen. Hierbei steht die Sicherheit des Personals immer im Vordergrund.

Das oben erwähnte Spaghettidiagramm gibt Aufschluss darüber, welche Laufwege die Person/-en während eines Rüstprozess zurücklegen. Der Name dieses Analysetools leitet sich aus der Darstellung der Laufwege ab.

Verschwendung durch überflüssige Wege 

In der Regel werden teilweise mehrfach sich kreuzende Laufwege zurückgelegt, sodass am Ende der Aufnahme die Skizze wie ein Spaghetti-Labyrinth aussieht. Daraus lassen sich die Verlustzeiten (klassisch “Verschwendung“) aufgrund der zurückgelegten Wege sehr gut ablesen und bewerten.

Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Neuorganisation der Ablaufprozesse.

Unterm Strich bedeutet dies, dass das externe Rüsten bereits angestoßen werden kann, während die Maschinen noch produzieren! Ziel ist es, dass alles griffbereit zur Verfügung steht, wenn die Maschinen oder die Anlage mit dem aktuellen Auftrag fertig sind. Hierdurch wird das interne Rüsten (Maschinenstillstand) auf ein Minimum reduziert.

Durch den zusätzlichen Einsatz von optimierten Lösungen wie beispielsweise Schnellspannsystemen können auch die internen Rüstzeiten weiter reduziert werden.

Rüstzeiten um 20 bis 30% reduzieren

Die Analyse und die Optimierung der Ablaufprozesse wiederholt sich in idealerweise in mehreren Workshop-Phasen. Hierbei ist es wichtig, die Mitarbeiter aktiv in den Veränderungsprozess einzubinden. Nur so ist es sichergestellt, dass eine nachhaltige positive Veränderung in die Organisation Einzug hält.

Reduzierung von Rüstzeiten in Höhe von 20 bis 30 % sind keine Seltenheit. Dies ist ein Potenzial, was in den meisten Unternehmen ungenutzt brach liegt.

Durch unsere langjährige Erfahrung in der Anwendung und Umsetzung dieser Methode unterstützen wir Sie gerne. Fragen sie uns an, wir stehen für ein unverbindliches Gespräch gerne zur Verfügung.

About the Author Berthold Rall

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